Rückblick

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Ravensburg, 19./20. Februar 2016

Landkarte Süddeutschland

 

Ein sehr langes Wochenende

Am 19. Februar war es endlich soweit: Der Frohsinn machte sich im bequemen Reisebus mit seinem spanischem Chauffeur Señor Manuel auf nach Ravensburg, um das Abenteuer Messias mit den beiden Konzerten in Ravensburg und Rockenberg zum krönenden Abschluss zu bringen. Die doch recht lange Fahrt wurde durch den exzellenten Bordservice, der die SängerInnen mit Weck, Worscht, Ribbelkuche und Kaffee bewirtete, zum reinen Vergnügen.

Bordservice

Bild: Frank Stubbe

Bordservice

Bild: Frank Stubbe

In Ravensburg angekommen, blieb nach dem Hotel-Check-In gerade noch kurz Zeit, um die Stadt der Türme und Gesellschaftsspiele zu erkunden. Leider blieb es das gesamte Wochenende wolkig bzw. regnerisch und stürmisch, so dass die hübsche Altstadt von Ravensburg mit ihren vielen netten Lokalen nur unzureichend zur Geltung kam, mal abgesehen davon, dass natürlich Probe und Generalprobe im Vordergrund standen. Eine ausführliche Besichtigung der Heimatstadt unseres neuen befreundeten Chores muss daher unbedingt bei einer Chorfahrt nachgeholt werden.

Ravensburg

Bild: Frank Stubbe

Ravensburg

Bild: Frank Stubbe

Ravensburg

Bild: Frank Stubbe

Ravensburg

Bild: Frank Stubbe

Ravensburg

Bild: Frank Stubbe

Die erste Begegnung mit dem Orchester

Dann ging es richtig los: Die SängerInnen fanden sich zur ersten Probe in der evangelischen Stadtkirche ein, wo das Barockorchester L'arpa festante unter Leitung von Konzertmeister Christoph Hesse mit den Vokalsolisten von enCHANTed bereits seit einigen Stunden an den Solopartien des Oratoriums feilte.

Solistenprobe

Bild: Frank Stubbe

Frohsinn-Dirigent Martin Winkler machte die einzelnen Chorstimmen mit denen für sie "zuständigen" Instrumentalisten bekannt und in einer intensiven, aber entspannten Probe wurden alle 16 Chorpartien, die zur Aufführung kommen sollten, durchgespielt und hier und da noch auf eine höhere Stufe der Interpretation gehoben.

Schon bei diesem ersten Eindruck wurde den Chormitgliedern deutlich, was für ein fantastisches Orchester ihnen da zur Seite stand. Die Spielfreude der MusikerInnen, ihre Geduld, ihre Offenheit für die Vorschläge des Dirigenten und die Bedürfnisse des Chores und ihre freundliche, lockere Art machten den Choristen nicht nur Mut für die kommenden Aufführungen, sondern auch die Proben zu einem vergnüglichen und gleichzeitig beeindruckenden Erlebnis.

Chorprobe

Bild: Frank Stubbe

Beeindruckend war auch das Buffet, das die Ravensburger Chormitglieder in der Pause der langen Abendprobe aufgefahren hatten: In einem Seitenraum des ehemaligen Klosterkomplexes bogen sich die Tische unter den Köstlichkeiten - Gastfreundschaft und die Wertschätzung guten Essens und Trinkens ist eine der vielen Gemeinsamkeiten der beiden Chöre!

Gebäck

Bild: Frank Stubbe

Im Anschluss an die Probe blieb sogar noch vielen FrohsinnlerInnen genug Lust und Energie, um den Abend in der trotz ihrer Größe sehr gemütlichen Lokalität "Humpis" ausklingen zu lassen.

Am nächsten Morgen stand die Generalprobe an: Spätestens jetzt galt es, konzentriert das Gelernte und Einstudierte und von Martin Winkler und Hans Georg Hinterberger immer wieder geduldig in immer wieder neuen Worten Erklärte abzurufen - und siehe da, das gelang nicht schlecht! Fast zu gut ging die Generalprobe über die Bühne, jedenfalls machte sie großen Spaß und gab allen SängerInnen noch einmal einen großen Motivationsschub für das Konzert am Abend.

Die Mittagspause war dank der vielfältigen Ravensburger Gastronomieszene und trotz Regenwetters stärkend und erholsam.

Dankenswerter Weise hatten die Ravensburger OrganisatorInnen für einen großen, warmen Aufenthaltsraum im Pfarrheim gesorgt, wo sich die FrohsinnlerInnen umziehen und vor dem Konzert noch einmal sammeln konnten - geistig und als Gruppe.

Punkt 16:40 Uhr traf man sich in der Kapelle zum Einsingen und um 17:00 Uhr begann das Konzert. Ein aufregendes Erlebnis - in der gut gefüllten Stadtkirche war man als Chormitglied Besucher und Mitwirkender zugleich, denn auf den Chorpodesten hatte man bei den Orchesterstücken und Solopartien der vier hervorragenden Solisten quasi einen Logenplatz. L'arpa festante begeisterte Besucher und Choristen gleichermaßen mit seinem lebendigem, akzentuierten Spiel. Die Solisten Renata Grunewald (Sopran), Beate Leisner (Alt), Florian Bauer (Tenor) und Dirk Schneider (Bass) beeindruckten durch ihre lyrische Interpretation ebenso wie ihre Virtuosität und kraftvollen Ausdruck, der jenseits allem Opernhaften die theologische Ausdeutung des Oratoriums in den Vordergrund stellte.

Konzert in Ravensburg

Bild: Stephanie Roth

Die Chorwerke gelangen den beiden Chören bis auf einige "Wackler" überwiegend gut - angesichts der Herausforderung eines solch umfangreichen Werkes konnten die SängerInnen durchaus zufrieden und stolz auf ihre Darbietung sein. Dies bestätigte auch das höchst aufmerksame Publikum in der Stadtkirche mit lang anhaltendem Applaus für alle Mitwirkenden, ebenso wie Martin Winkler, der den Chören einige "Gänsehaut-Momente" bescheinigte und insgesamt einen sehr glücklichen Eindruck machte.

Auch die Pressevertreter urteilten wohlwollend über das Konzert - siehe Konzertbericht in der Schwäbischen Zeitung als PDF.

Glücklich waren auch die FrohsinnlerInnen mit dem gelungenen Auftakt. Bald nach Ende des Konzerts mussten sie die lange Heimreise antreten, galt es doch, vor dem zweiten Konzert am nächsten Abend wenigstens ein paar Stunden Schlaf zu ermöglichen. Die Busfahrt wurde erneut durch die stete Sorge für das leibliche Wohl angenehm gestaltet - diesmal standen Weck, Worscht und Wein auf der Tageskarte.

Nachdem sowohl Dirigent als auch Harmonium sicher an ihrem Bestimmungsort abgeliefert waren, kamen die sehr müden, sehr zufriedenen Chormitglieder gegen 2:30 Uhr wieder im heimischen Oppershofen an, voller Vorfreude auf das Konzert am Sonntagabend - zu dem es hier einen Bericht gibt!

Das Fazit der Reise wie überhaupt des gesamten Messias-Projektes: Es lohnt sich! Nicht nur wurde der Aufwand, die Werbung und die Sponsorensuche durch zwei sehr gut besuchte Konzerte und eine vernünftige Gesamtbilanz belohnt - es sind noch viel wichtigere Ergebnisse zu verzeichnen: Alle Mitwirkenden, insbesondere die Choristen, hatten großen Freude an Proben und Aufführungen. Das Publikum, so unterschiedlich es an den beiden Aufführungsorten auch war, erlebte einen begeisternden Konzertabend. Die beiden Chöre haben Freundschaft geschlossen - obwohl es eine recht weite Strecke ist, waren sich alle einig, dass es in Zukunft weitere gemeinsame Projekte geben muss! Und schließlich: Menschen haben durch Musik, durch gemeinsames Musizieren zueinander gefunden und ein friedliches, harmonisches Miteinander-Schaffen erlebt - mit Händels wunderbarer Musik!

von Stephanie Roth

 

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Chorprobe

Dienstag von 20:15 bis ca. 22:00 Uhr

im Pfarrheim St. Bardo

Södeler Straße in Oppershofen

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