Chronik

Nach Anfangsschwierigkeiten entwickelte sich der 1881 gegründete Männergesangverein zu einem festen kulturellen Bestandteil der Gemeinde. Nachdem bereits im Jahre 1888 eine Vereinsfahne angeschafft worden war, die das Bild der Heiligen Cäcilia mit der Harfe und der Inschrift "In Freud und Leid zum Lied bereit" trug, wurde 1890 das Fest der Fahnenweihe begangen. Als 1914 der 1. Weltkrieg ausbrach, wurde die stolze Entwicklung des Vereins jäh unterbrochen und erst 1919 konnten wieder regelmäßige Singstunden abgehalten werden.

1926 trat ein Chorleiterwechsel ein, der eine erfolgreiche Weiterentwicklung mit sich bringen sollte. Im Alter von nur 20 Jahren übernahm August Bardo Heinstadt den Dirigentenstab, den er erst 1976 nach fünfzigjähriger Tätigkeit niederlegte. Er wurde mit der Goldenen Ehrennadel des deutschen Sängerbundes und nach 40jähriger Chorleitertätigkeit zum Ehrenchorleiter des Hausberg-Wettertal-Sängerbundes ernannt. Bereits zwei Jahre später wurden seine Leistungen mit der Verleihung der Hugo-Lotz-Medaille gewürdigt. Unter seiner Führung machten die gesanglichen Leistungen glänzende Fortschritte. Seiner Initiative war es auch zu verdanken, dass sich 1938 der Kirchenchor wieder konstituierte, der die Aktivitäten aber erst nach Kriegsende 1945 voll aufnehmen konnte. Der katholische Kirchenchor hatte Bestand bis zur Verschmelzung mit dem Männergesangverein im Jahre 1975.

Stillstand und Rückschlag traten mit dem Ausbruch des 2. Weltkrieges 1939 ein. Seinen ersten musikalischen Auftritt danach hatte der Verein 1946 bei der Einweihung des Schwesternhauses. Neben der Pflege des Chorgesangs gab es Lieder-, Konzert- und Tanzabende und Weihnachten 1957 sogar eine Theateraufführung.

1963 übernahm Erwin Hobler das Amt des 1. Vorsitzenden von seinem Vorgänger Johann Heinrich Sulzbach, der das Amt über 25 Jahre inne hatte. Erwin Hobler und August Heinstadt jun. als Kassenwart brachten mit jugendlichem Elan das Vereinsschiff auf volle Fahrt! Theaterfahrten und die erstmalige Durchführung einer größeren karnevalistischen Veranstaltung wurden neu in den Vereinskalender aufgenommen. 1973 führte der Verein erstmalig die Bewirtschaftung einer Zeltkirmes durch und belebte hierdurch die traditionelle Kirmes, die fortan wechselseitig von allen Ortsvereinen veranstaltet wird.

Das Jahr 1975 setzte mit dem Zusammenschluss des Männergesangvereins und des Kirchenchores zum "Gemischten Chor Frohsinn" einen Meilenstein in der Vereinsgeschichte und sicherte dadurch den Fortbestand der Gesangstradition in Oppershofen. 1977 übernahm Werner Ciba die Chorleitung. Ausgezeichnete Erfolge bei Wettbewerben wurden in den kommenden Jahren errungen. 1981 konnte der Verein in voller Blüte sein 100jähriges Bestehen mit einem großen Fest begehen.

Das Festjahr war aber mitnichten ein Schlusspunkt, sondern eher noch Ansporn für die Zukunft. Einer der Höhepunkte der Aktivitäten war die Teilnahme am Chorwettbewerb des Hessischen Sängerbundes im Großen Sendesaal des Hessischen Rundfunks. 1993 wurde der Gemischte Chor Frohsinn noch einmal in den Hessischen Rundfunk eingeladen zur Aufnahme einer Volksliederproduktion. Eine große Herausforderung für alle Sängerinnen und Sänger!

Seit 1991 gab es zusätzlich zu den wöchentlichen Singstunden ein jährliches Chor-Wochenende im Vogelsberg. Nur durch die intensive Schulung der Sängerinnen und Sänger durch ihren Chorleiter Werner Ciba konnte der hohe Standard erreicht und gehalten werden. So glänzte der Frohsinn bei manchem Konzert, Wettstreit, Vereinsjubiläum in Oppershofen und im Umkreis. Viele Veranstaltungen wiederholen sich jährlich, wie das Singen an den kirchlichen Hochfesten Ostern und Weihnachten, bei der Fronleichnams-Prozession, am Ehrenmal am Volkstrauertag u.ä. Ab 1995 wurde das neu erbaute Pfarrheim St. Bardo der örtlichen St. Laurentius-Kirche zum Probenlokal, in dem sich der Chor sehr wohlfühlt.

Wiederum ein neuer Abschnitt für den Frohsinn begann mit dem Chorleiterwechsel im Jahr 2000. Werner Ciba veränderte sich beruflich und zog nach Koblenz. Mit Axel Pfeiffer wurde ein würdiger Nachfolger gefunden, der nicht nur die Arbeit seines Vorgängers fortführte, sondern auch eigene Akzente setzte. Im September 2001 feierte der Gemischte Chor Frohsinn seinen 25. Geburtstag, zu dem beim Festabend im Bürgerhaus Chöre aus der Umgebung musikalisch gratulierten. Besonders geehrt fühlte sich der Chor durch die Zusammenarbeit mit dem Mainzer Domorganisten Albert Schönberger, einmal bei einem gemeinsamen Konzert in der Kirche in Oppershofen und zum anderen bei der gemeinsamen musikalischen Gestaltung eines Amtes im Mainzer Dom.

Das Jahr 2006 stand ganz im Zeichen des 125jährigen Jubiläums. Abschluss und musikalischer Höhepunkt des Festjahres war die Aufführung von Bachs Weihnachtsoratorium in Oppershofen und in Friedberg.

Besondere Höhepunkte in der Vereinsgeschichte waren auch immer wieder Chorreisen, die u.a. nach Göteborg, Südtirol, Dresden, in den Böhmerwald und nach Rom führten. Die letzt genannte Fahrt war für alle Teilnehmer tief beeindruckend durch die musikalische Mitgestaltung eines Amtes in der Kirche St. Paul vor den Mauern, aber auch durch ein gemeinsames Konzert mit zwei italienischen Chören. Motto: Singen verbindet über alle Grenzen - auch sprachliche - hinweg.

von Margrit Schlagwein

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Chorprobe

Dienstag von 20:15 bis ca. 22:00 Uhr

im Pfarrheim St. Bardo

Södeler Straße in Oppershofen

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