Chronik

1932 - 1956

Chronik

Während der Zeit des Nationalsozialismus - insbesondere aber während der Kriegsjahre - kam das Vereinsleben weitgehend zum Erliegen; erneut wurden 43 Sänger zum Wehrdienst einberufen. Am 1. Juni 1946 wirkte der Chor bei der feierlichen Einweihung des Schwesterhauses mit. 1951 galt es die Feier zum 900. Todestag des hl. Bardo musikalisch zu umrahmen.

Der Familienabend am 13. Februar 1952 stand ganz im Zeichen des 25-jährigen Dirigentenjubiläums von Chorleiter August Heinstadt. Sein 75-jähriges Jubiläum beging der Verein 1956 mit einer Reihe von Veranstaltungen: Gründungsfest am 18. Januar, Totengedenken am 28. März, Jubiläumskonzert am 29. April und schließlich das Jubiläumsfest vom 23. bis 25. Juni mit einem großen Freundschaftssingen und der Weihe der neuen Vereinsfahne.

Chronik

1957 - 1974

Neben dem Gesang widmete sich der Verein auch weiteren kulturellen Aufgaben und führte 1957 zwei Theaterstücke als Singspiele auf, die bei den Zuschauern mit Begeisterung aufgenommen wurden. Bei der Einweihung des neuen Schulhauses am 3. Februar 1957 gestaltete der Chor zusammen mit der Feuerwehrkapelle den musikalischen Rahmen.

Die alljährliche Teilnahme an Sängerwettstreiten und Wertungssingen ist selbstverständlich, stärkt das Selbstbewusstsein und macht den Chor über die Gemeindegrenzen hinaus bekannt. Im Jahr 1958 wurde das Goldene Priesterjubiläum des Geistl. Rates Anton Jung und die Primiz des Neupriesters Gottfried Bell musikalisch gestaltet. Am 8. Mai 1960 veranstaltete der MGV Frohsinn zusammen mit dem Kirchenchor ein großes Chorkonzert in Oppershofen. Als am 17. Juni 1960 das Ehrenmal eingeweiht wurde, war der Chor selbstverständlich dabei und begann mit diesem Termin die Tradition der musikalischen Teilnahme am alljährlichen Volkstrauertag.
Familienabende waren lange Jahre der gesellige und musikalische Höhepunkt im Vereinsgeschehen; 1961 wählte man den 18. Januar als Termin und feierte exakt am 80. Gründungstag des MGV Frohsinn. Das Wasserfest am 15. Oktober 1961 aus Anlass der Fertigstellung der Wasserleitung in Oppershofen war ein willkommener Anlass, die Leistungen des Chores in der Öffentlichkeit zu präsentieren. 1963 war gekennzeichnet durch einen zweifachen Wechsel an der Vereinsspitze: Der 1. Vorsitzende Johann Heinrich Sulzbach und der Kassenwart Adam August Bayer legten nach über 25 Jahren ihre Ämter in die Hände von Erwin Hobler und August Heinstadt jun. Bemerkenswert war in diesem Jahr noch die Vereinbarung zwischen allen Ortsvereinen, den Eintrittspreis für Musik- und Tanzveranstaltungen auf 2 DM (!) festzulegen. In der Jahreshauptversammlung am 29. Februar 1964 wurden die Vereinsbeiträge des MGV Frohsinn auf 8 DM für über 18jährige und auf 5 DM für Jüngere festgesetzt.

Für die Freunde der Operette organisierte der Verein mit großem Erfolg Ende 1964 und 1965 drei Fahrten in das Stadttheater Gießen zu "Im weißen Rösl", "Zigeunerbaron" und "Land des Lächelns". Bei der Teilnahme an der Fronleichnamsprozession sang der Chor am 8. Juni 1966 die Sakramentslieder an den Altären erstmals in deutscher Sprache. Überragendes Ereignis des Jahres 1967 war das 40-jährige Dirigentenjubiläum des Chorleiters August Heinstadt, der mit 20 Jahren als 6. Chorleiter des Vereins den Dirigentenstab übernommen, und seit dieser Zeit das kulturelle Gepräge Oppershofens, auch als Chorleiter des Kirchenchores und musikalischer Leiter der Feuerwehrkapelle, maßgeblich gestaltet hatte. In Anerkennung seiner Leistungen erhielt August Heinstadt die Goldene Ehrennadel des Deutschen und Hessischen Sängerbundes; der Frohsinn ehrte seinen Dirigenten mit einem Jubiläums-Chorkonzert.

Nachdem das erstmalig karnevalistische Programm am Familienabend am 26. Januar 1968 unter dem Motto "Frohsinn beim Frohsinn" bei der Bevölkerung begeisterten Anklang fand, gründeten die Karnevalspioniere des Vereins im Herbst des Jahres den FCC, den Frohsinn-Carnevals-Club. Am Sängerbundesfest in Stuttgart nahm im Juni 1968 eine Delegation aus Oppershofen teil. Ehrungen der besonderen Art kennzeichnen das Jahr 1969: Der Hausberg-Wettertal-Sängerbund verlieh Chorleiter August Heinstadt in Anerkennung seiner Leistungen für die Pflege des deutschen Liedes die Hugo-Lotz-Plakette und zeichnete Adam August Bayer für ein halbes Jahrhundert aktive Sängertätigkeit mit der Goldenen Ehrennadel aus.

Erstmals berichtete der Chronist im Jahr 1970 über ein 'nachlassendes Interesse am Singstundenbesuch und am Gesang', das soweit ging, dass man erwog, den Gesang vorläufig ruhen zu lassen. Mit Aufbietung aller Kräfte gelang es dann jedoch, die "ruhenden Reserven wieder zu mobilisieren". 1971 konnte der MGV Frohsinn auf ein 90-jähriges Bestehen zurück blicken. Aus diesem Anlass fand am 27. März ein Gedenkgottesdienst statt und wurde am 16. Mai auf dem Schulhof ein Platzsingen veranstaltet, bei dem der Männerchor (MGV) und der Kirchenchor bei einigen Liedern erstmals als gemeinsamer Chor auftraten. 1973 galt es, zwei weitere Sänger für langjährige Tätigkeiten auszuzeichnen: Johann Heinrich Sulzbach und Franz August Weil erhielten die Goldene Ehrennadel für 50 aktive Sängerjahre. Da der Besuch des bis dato alljährlich veranstalteten Himmelfahrtstanzes beständig zurückgegangen war, beschloss man, diese Veranstaltung zu streichen. Gleichzeitig jedoch sollte für die Bevölkerung eine alte Tradition wieder reaktiviert werden und so führte der Frohsinn vom 11. bis 13. August erstmals eine Kirmesbewirtschaftung durch. Damit war die Kirmes wieder zu einem geselligen Höhepunkt in der Gemeinde geworden und der Gesangverein hatte gezeigt, dass er auch die Pflege der unterhaltenden Geselligkeit nicht vernachlässigte.

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  • Missa Salisburgensis in Dreieich und Bad Homburg

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Chorprobe

Dienstag von 20:15 bis ca. 22:00 Uhr

im Pfarrheim St. Bardo

Södeler Straße in Oppershofen

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