Chronik

1975 - 1981

Chronik

Einen Meilenstein in der Geschichte des Vereines und des Chorgesangs in Oppershofen setzte das Jahr 1975. Bis zu diesem Jahr bestanden in der Gemeinde zwei Gesangvereine: der Männergesangverein (MGV) Frohsinn und der Katholische Kirchenchor. Beide sahen sich in den abgelaufenen Jahren in zunehmendem Maße mit Nachwuchsproblemen und einem zurück gehenden Singstundenbesuch konfrontiert; ja es kam schließlich soweit, dass der Fortbestand der Gesangstradition ernsthaft in Frage gestellt war. Um hier Abhilfe zu schaffen, nahmen die Vorstände der beiden Vereine Kontakt auf und in einer gemeinsamen Mitgliederversammlung beider Vereine am 6. März stimmte eine überwältigende Mehrheit für einen vorläufigen Zusammenschluss der beiden Vereine, der nach einer Probezeit in einen offiziellen Zusammenschluss münden sollte. Am 10. April begannen die gemeinsamen Singstunden des nunmehr gemischten Chores.

Da beide Chöre in dem vorgesehenen Zusammenschluss ihre Zukunft sahen, war das Engagement bei den Proben groß und der gemeinsame Dirigent August Heinstadt konnte bereits am 26. April den ersten öffentlichen Auftritt wagen. Das Freundschaftssingen in Steinfurth war ein Erfolg und bestätigte die Sängerinnen und Sänger in ihrem Vorhaben. Da neben der weltlichen Musik nun auch die kirchliche Musik zum Aufgabengebiet des Chores zählte, wurde am 5. Oktober das Dekanatssingen im Mainzer Dom besucht und an Weihnachten Christmette und Vesper musikalisch gestaltet. Im Rahmen des avisierten Zusammenschlusses war auch angedacht, den langjährigen Chorleiter August Heinstadt durch einen neuen Dirigenten zu entlasten; und so übernahm nach einer Probesingstunde Antonius Nachtsheim aus Watzenborn-Steinberg die Stabführung. Als weiterer langjähriger Sänger wurde am Familienabend 1976 Karl Göbel für 50 aktive Jahre geehrt. In der gemeinsamen Jahreshauptversammlung am 6. März 1976 wurde die offizielle Fusion beider Chöre zum Gemischten Chor Frohsinn, Oppershofen beschlossen. Da es im Laufe des Jahres zu Unstimmigkeiten zwischen Chor und Chorleiter gekommen war, stellte Antonius Nachtsheim am 23. September sein Amt zur Verfügung. Bundeschormeister Mohr aus Gambach erklärte sich sofort bereit, das zwei Tage später stattfindende Chorleiterjubiläum zu übernehmen. Am 25. September ehrte der Gemischte Chor Frohsinn seinen langjährigen Dirigenten August Heinstadt für dessen 50-jährige Chorleiterttätigkeit und seine Verdienste um die Musik und den Chorgesang. August Heinstadt erhielt die goldene Chorleiternadel mit Schleife und wurde zum Ehrenchorleiter des Chores ernannt. Gleichzeitig übernahm er wieder die musikalische Leitung, bis am 30. Juni 1977 Werner Ciba aus Frankfurt (später Rockenberg) seine Nachfolge in der Stabführung antrat. Erster Auftritt mit Werner Ciba war die Wiedereröffnung der St. Anna Kapelle im Rahmen des Pfarrfestes am 18. September.

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Nach einem turbulenten Jahr 1976, ging es nun mit Konzentration und Engagement in die nächsten Proben. Das Ergebnis ließ nicht lange auf sich warten und wurde mit sehr guten Platzierungen honoriert: 2. Platz beim Wertungssingen am 4. Juni in Fauerbach; Klassensieg und Dirigentenpreis beim Weinpreissingen außerhalb der gewohnten Grenzen am 24. Juni 1979 in Siefersheim/Rheinhessen; 1. Platz beim Bundesleistungssingen in Darmstadt. Das Jahr 1980 stand für Tradition und Neuerung: Adam August Bayer wurde für 60 Jahre aktive Sängertätigkeit ausgezeichnet; 3 Mitglieder des Chores wurden nach 10 Wochenend-Lehrgängen des Hausberg-Wettertalsängerbundes zu Vizechorleitern ernannt und die Vorbereitungen für das Jahrhundertfest in 1981 liefen an. Infolge der guten Leistungen beim Bundesleistungssingen wurde der Chor zu den Hessischen Chortagen am 1. Juni in Bad Orb eingeladen. Mit einer Kombination aus traditionellem Weihnachtsball der Sänger und Familienabend leitete der Verein am 2. Weihnachtstag zum Jubiläumsjahr 1981 über.

1981 - 1998

Chronik

Das Jahr 1981 war geprägt vom 100-jährigen Jubiläumsfest. Der Auftakt des Festjahres war ein Dankgottesdienst am 18. Januar, dem 100. Jahrestag der Gründung des Männergesangvereins. Ihm folgte die Akademische Feier am 28. März. Die Festtage waren vom 19. bis 22. Juni mit einem bunten Abend am Freitag, einem Freundschaftssingen am Samstag, einem Pokalwertungssingen am Sonntag und dem Festausklang mit dem Frühschoppen am Montag. Ein besonderer sängerischer Höhepunkt war das Pokalwertungssingen am Sonntag mit 32 Chorgemeinschaften und etwa 1.800 Sängerinnen und Sängern. Nicht unerwähnt bleiben sollte die Festplatzsuche. Durch starke Regenfälle zwei Wochen vor den Festtagen im Juni stand das ausgewählte Gelände rechts des Riedgrabens (gegenüber des heutigen Tennisplatzes) ganz unter Wasser. Die Verantwortlichen standen vor einem Nichts. Gemeinsam mit der Gemeinde wurde schließlich der freie Platz neben dem neuen Friedhof am Kapellenberg als Festplatz ausgewählt und genehmigt. Die Verleihung der Zelter-Plakette durch den hessischen Kultusminister am 07.06.1981 in Bürstadt anlässlich des 100-jährigen Jubiläums war ebenfalls ein Meilenstein in der Vereinsgeschichte und eine besondere Auszeichnung für den "Frohsinn" im Jubiläumsjahr. Trotz der umfangreichen Mehrarbeit für das Jubiläumsfest zur Vorbereitung und an den Festtagen ist der Chor allen Verpflichtungen im Jahr 1981 nachgekommen und hat noch einige zusätzliche Termine wahrgenommen. Genannt seien hier die Fremdensitzung am 13. und 14. Februar, das 25-jährige Priesterjubiläum von Herrn Pfarrer Eduard Scheld am 26. Februar, das Singen in den Gottesdiensten an den kirchlichen Hochfesten Ostern und Weihnachten, sowie am 19. September ein Lieder-abend bei dem GV "Eintracht" Rödgen, das Freundschaftssingen am 03. Oktober beim GV "Frohsinn" Steinfurth und der Jahresausflug des Vereins nach Stadecken-Elzheim mit Besich-tigung des Flughafens Frankfurt am 18. Oktober. Außerdem wurde an einem Pokalwertungs-singen in Friedberg-Fauerbach mit Erfolg teilgenommen. Bei drei aktiven Sänger/innen wurde anlässlich ihrer Silberhochzeit in den Dankgottesdiensten gesungen. Auch wurde der verstorbenen Vereinsmitglieder in einem vom Verein bestell-ten Amt gedacht, das der Chor mit einigen Liedbeiträgen umrahmte. Den Abschluss des Jubiläumsjahres 1981 bildete der Familienabend am 2. Weihnachtsfeiertag mit dem Theater-stück "Die Pferdekur", Gesangsbeiträgen, Tanz und einer Tombola. Eine aktive Jugend im "Frohsinn" wird durch die Teilnahme von drei jungen Sänger/innen an einem vom Hausberg Wettertal Sängerbund angebotenem Vize-Chorleiter-Kurs bewiesen, der von allen mit Erfolg abgeschlossen wurde.

1982

Ein Filmabend von den Festtagen anlässlich des 100-jährigen Jubiläums am 10. Januar war der Auftakt des Jahres 1982. An Terminen und Verpflichtungen fehlte es auch in diesem Jahr nicht. So nahm der Chor an fünf Freundschaftssingen, bzw. Liederabenden befreundeter Vereine teil. Am Pokalsingen des GV "Concordia" Ettingshausen nahm der Frohsinn mit Erfolg teil und ersang sich nur erste Preise; dank der leistungsorientierten Chorarbeit des musikalischen Leiters Werner Ciba. Neben den alljährlichen Verpflichtungen, die sich der Frohsinn zur Aufgabe gemacht hat, kamen auch die geselligen, vereinsinternen Veranstaltungen nicht zu kurz.

1983

Das Jahr 1983 kann man als ein besonderes Jahr für den "Frohsinn" bezeichnen. Neben der alle zwei Jahre stattfindenden Fremdensitzung des FCC Frohsinn Carneval Clubs hatte der diesjährige Familienabend eine besondere Note. Aufgelockert durch Musik- und Tanzeinla-gen stand im Mittelpunkt dieser Veranstaltung die Ehrung langjähriger und verdienter Mit-glieder. Besonders zu erwähnen sind hier zwei Männer, die mit der Geschichte des "Frohsinns" eng verbunden sind: Johann Heinrich Sulzbach und August Bardo Heinstadt. Sie wurden - nicht nur - für 60 Jahre aktive Mitgliedschaft geehrt. Was diese Männer jedoch noch mehr auszeichnet ist: Johann Heinrich Sulzbach war über 25 Jahre 1.Vorsitzender des "Frohsinns" und hatte die schwere Aufgabe, das Vereinsschiff durch die Kriegsjahre zu steuern. August Bardo Heinstadt oblag über 50 Jahre die Stabführung des "Frohsinns". Ebenso wurden noch einige Sänger/innen für 25 Jahre aktives Singen im Chor geehrt. Zu den vielen Terminen (der Chronist spricht von einem Auftritt alle zwei Wochen im Durchschnitt) zählt als besonderer Höhepunkt die Teilnahme am Pokalwettstreit in Bauernheim, bei dem der gemischte Chor "Frohsinn" Oppershofen den Tageshöchstpreis bekam, d.h. die höchste Punktwertung von allen teilnehmenden Chören erzielte. Bei dem in diesem Jahr in Hamburg stattfindenden Deutschen Chorfest war ebenfalls eine Abordnung des "Frohsinns" vertreten. Für diese teilnehmenden Sänger war es ein besonderes Erlebnis.

1984

Die leistungs- und zielorientierte Chorarbeit im "Frohsinn" zeichnet auch das Jahr 1984 aus. Man hatte sich wieder besondere Ziele gesetzt. Neben der Teilnahme an Pokal- und Freundschaftssingen sowie Durchführen von vereinsinternen Veranstaltungen war die Teilnahme am Chorwettbewerb des Hessischen Sängerbundes ein ganz besonderes Ziel. Austragungsort des Wettbewerbes war der große Sendesaal des Hessischen Rundfunks in Frankfurt. In der Ge-schichte des Vereins erstmalig und für alle aktiven Sänger/innen ein besonderes Erlebnis. Ein weiterer sängerischer Höhepunkt war ein vorweihnachtliches Konzert am 3. Advent in der St. Laurentius-Kirche in Oppershofen. Mitgestaltet haben dieses Konzert neben dem "Frohsinn" der Gemischte Chor "Liederkranz" Nieder-Weisel, der Kinder- und Jugendchor "Mörler Spatzen" sowie ein Bläserquartett aus Nieder-Weisel. Die Gesamtleitung lag in den Händen von "Frohsinn"-Chorleiter Werner Ciba. Es war eine sehr schöne und gelungene Veranstaltung, die von einem begeisterten Publikum mit reichlich Beifall belohnt wurde. Im gleichen Rahmen wurde dieses Konzert eine Woche später am 4. Adventssonntag in der Komturkirche in Nieder-Weisel durchgeführt.

1985

Auftakt für das Jahr 1985 war die alle zwei Jahre stattfindende Fremdensitzung, die wieder beim Publikum ausgesprochen gut ankam. Ein Zweitagesausflug in das Wiehengebirge, der traditionelle alljährliche Familienabend mit Ehrungen und das Mitwirken bei der Jubiläumsveranstaltung anlässlich 50 Jahre Freiwillige Feuerwehr Oppershofen waren weitere Aktivitäten. Weiter galt es gemeinsam mit dem WSV die Kirmestage vorzubereiten und durchzuführen. Neben der Teilnahme an einem Gesangswettstreit in Hasselbach und an einem Freundschaftssingen in Ober-Hörgern lud der gemischte Chor "Frohsinn" am 19. Oktober zu einem Liederabend in die Wettertalhalle in Rockenberg ein. Acht Gastvereine konnten wir an diesem Abend begrüßen, die mit uns eine Dokumentation des Chorgesanges boten.

1986

Die Dreitagesfahrt des Chores war abgesehen von den sich alljährlich wiederholenden Veranstaltungen und Verpflichtungen ein größeres Ereignis im Sängerjahr 1986. Ziel der Fahrt war dieses Mal Ruhpolding mit Besichtigung des Schlosses Herrenchiemsee auf der Hinreise. Eine Fahrt zum Königssee und nach Berchtesgaden mit Besichtigung eines Salzbergwerkes stand auf dem Programm des zweiten Tages. Der sängerische Höhepunkt war die Mitgestaltung eines Gottesdienstes in der katholischen Kirche von Ruhpolding.

1987

In dem Jahr 1987 bewies der Chor mit seinem Chorleiter Werner Ciba wieder einmal, dass beim "Frohsinn" leistungs- und zielorientiert gearbeitet wird. Konnten wir doch bei einem Chorwettbewerb in Niederselters nur erste Preise erzielen, die mit einem Geldpreis von 1.000 DM belohnt wurden. Hauptziel unserer chorischen Arbeit in der zweiten Jahreshälfte war ein Chorkonzert am 18. Oktober in der Kongresshalle des Seniorenwohnparks "Aeskulap" in Bad Nauheim. Zur Bereicherung des Programms wirkte der Männergesangverein "Harmonie" Fauerbach v.d.Höhe mit. Das anspruchsvolle Programm und die gut ausgesuchte Chorwahl wurden vom anwesenden Publikum in der vollbesetzten Kongresshalle mit viel Applaus bedacht. Für die Sängerinnen und Sänger war dieser Tag - dieses Konzert - ein besonderes Erlebnis.

1988

1988 - Zehn Jahre Chorleiter Werner Ciba beim Gemischten Chor "Frohsinn" Oppershofen. Durch sein fachliches Können, seine unermüdliche Chorarbeit und seinen engagierten Einsatz hat der Chor einen hohen Leistungsstand erreicht und sich in der Chorszene einen Namen gemacht. In der diesjährigen Jahreshauptversammlung wurde ihm mit einem Geschenk besonders gedankt, verbunden mit der Hoffnung, dass er noch viele Jahre mit dem Chor zu-sammen arbeiten kann und will. Die erfolgreiche Teilnahme an drei Pokalsingen bzw. Chorwettbewerben im Jahr 1988 bestätigte wieder einmal, dass der Chor mit seinem Chorleiter Werner Ciba auf dem richtigen Weg ist. Beim 75-jährigen Jubiläum des R.S.V. "Frisch Auf" Oppershofen, das vom 1.-4. Juli gefeiert wurde, beteiligte sich der "Frohsinn" ebenfalls. Mit einem Festwagen - Motiv "Ein Lied geht um die Welt" - nahm man am Festumzug teil. Der Familienabend am 15. Oktober hatte mal wieder eine besondere Note. Neben 25- und 40-jähriger Treue zum Verein galt es, drei Männern für 25-jährige Vorstandsarbeit zu danken. Eine hohe Auszeichnung wurde Erwin Hobler zuteil. Für 25-jährige Tätigkeit als Vorsitzender beim "Frohsinn" erhielt er den Ehrenbrief des Hessischen Sängerbundes überreicht durch den Vertreter des Hausberg Wettertal Sängerbundes Herrn Helmut Hofmann. Ebenso war es August Heinstadt jun., der 25 Jahre als Vereinsrechner für die Finanzen zuständig und ein Hauptorganisator beim Jubiläumsfest 1981 war. Der dritte im Bunde war Ernst Weil, der ebenfalls 25 Jahre als Beisitzer im Vorstand mit Rat und Tat zur Seite stand und als aktiver Fasenachter, Gründer und Organisator des FCC nicht mehr weg zu denken ist. Den drei Vor-standsmitgliedern dankte seitens des Vereins der 2. Vorsitzende Georg Müller und überreichte ein Präsent. Der viertägige Ausflug vom 21.-24. Mai nach St. Johann in Südtirol war wieder ein besonderes Ereignis. Mit zwei Bussen startete die große Sängerfamilie in den frühen Morgenstunden. Für alle Teilnehmer war es ein Erlebnis bei klarem schönem Wetter die südtiroler Bergwelt zu genießen. Am Sonntag war man auch sängerisch aktiv. In der Pfarrkirche wurde von unserem Chor ein Gottesdienst musikalisch mitgestaltet. Auf dem Programm stand weiterhin am Mon-tag eine Dolomitenrundfahrt mit Führung bevor dann am Dienstag die Heimreise angetreten wurde. Noch heute spricht man von diesem schönen Ausflug.

1989

Die Fremdensitzung des FCC am 20.- und 27. Januar stand als Erstes auf dem Programm der Veranstaltungsreihe im Jahr 1989. Die Teilnahme am Wertungssingen des Hausberg Wettertal Sängerbundes und der Besuch von drei Liederabenden bei befreundeten Vereinen gehörte ebenfalls zu den Verpflichtungen in 1989. Das Pokalsingen beim GV "Liederkranz" Pohl-Göns war für den "Frohsinn" wieder ein voller Erfolg. Man konnte wieder einmal nur 1. Preise und den Tageshöchstpreis mit nach Hause nehmen. Der Vereinsausflug führte dieses Jahr für zwei Tage in den Bayrischen Wald mit Besichtigung der Städte Passau und Regensburg. Anstatt eines Familienabends wurde dieses Jahr am Sonntag, dem 3. Dezember ein Familien-nachmittag organisiert, der mit Gesang, Flöten- und Gitarrenspiel, Vorträgen und einem Einakter vorweihnachtlich gestaltet wurde. Bei Kaffee und selbstgebackenem Kuchen verbrachte man im Kreise der Sängerfamilie einige schöne Stunden.

1990

Wie in jedem Jahr kam der Verein auch 1990 wieder seinen sich alljährlich wiederholenden Verpflichtungen nach. Die musikalische Mitgestaltung der Gottesdienste an den kirchlichen Hochfesten Ostern und Weihnachten sowie das Singen des Chores bei der Fronleichnamsprozession waren unter anderem die Aufgaben für die Sänger. Bei der Teilnahme an einem Chorwettbewerb in Eppertshausen und an einem Weinpreissingen in Stadecken wurden die Aktiven wieder mit Erfolg sängerisch gefordert. So konnte man doch jeweils wieder alle ersten Preise erzielen und erhielt beim Weinpreissingen 240 Flaschen Wein. Zu den geselligen Veranstaltungen zählten ein Weinfest auf dem Schulhof, der Vereinsaus-flug nach Steeg im Lechtal und ein Familiennachmittag am 2. Dezember im Gasthaus "Zur Wetterau". Von Februar bis April fand parallel zu den wöchentlichen Singstunden ein Fortbildungskurs statt, in dem unser Chorleiter Werner Ciba die aktiven Sänger/innen in Notenkunde, Taktarten, Rhythmus und Singen nach Noten schulte. Viele Sängerinnen und Sänger haben an diesem Lehrgang teilgenommen und dadurch weiteres musikalisches Grundwissen erworben.

1991

Schon seit längerer Zeit war im Vorstand wiederholt diskutiert worden, für die Aktiven einmal eine Sängerfreizeit, bzw. ein Chorwochenende anzubieten. Nach Möglichkeiten für zwei Tage mit Übernachtung an einem geeigneten Ort außerhalb der Grenzen Oppershofens wurde gesucht. Im Jahr 1991 konnte dieses Vorhaben am 2 und 3.März erstmals verwirklicht werden. Sangesfreund und Vorstandsmitglied August Heinstadt jun. hatte das Landhaus Appel in Schotten-Betzenrod im Vogelsberg ausgesucht und unter Vertrag genommen. Im dortigen örtlichen Dorfgemeinschaftshaus fanden die Chorproben und Übungseinheiten statt. Die Aktiven, die in der Mehrzahl an diesem Chorwochenende teilnahmen, waren begeistert bei der Sache und äußerten den Wunsch, das Chorwochenende auch im kommenden Jahr zu wiederholen. Zu erwähnen wäre noch, dass die Kosten für die Unterbringung und Vollpension von jedem einzelnen Sänger/innen selbst getragen wurde. Anlässlich seines 110-jährigen Bestehens hatte der Gemischte Chor "Frohsinn" Oppershofen zu einem Liederabend in die Rockenberger Wettertalhalle eingeladen. Als Gastvereine konnte man den Männer-, Frauen- und Jugendchor des Gesangvereins "Concordia" Rockenberg, den Männer- und Frauenchor des Gesangvereins "Immergrün" Rockenberg, den Männer- und Frauenchor des Gesangvereins "Frohsinn" Steinfurth, den Gesangverein "Eintracht" Rödgen, den Gemischten Chor "Liederkranz" Pohl-Göns, sowie den Männerchor "Germania" Dietzenbach begrüßen. Es wurde an diesem Abend ein eindrucksvolles Programm geboten. An einem vom Hausberg Wettertal Sängerbund angebotenem Vize-Dirigenten-Lehrgang nahmen vom "Frohsinn" Oppershofen drei junge Sängerinnen teil. Die Sängerinnen Evelyn und Kathjana Weinert und Judith Heinstadt konnten den Lehrgang mit Erfolg abschließen - noch heute kann der Verein davon profitieren. Als Gegenbesuch nahm der "Frohsinn" an einer Matinee der Sängervereinigung "Germania" Dietzenbach teil und verband diese Fahrt mit einem Ausflug in den Rheingau. Ein eindrucksvolles Chorkonzert mit geistlicher Chormusik in der St. Bonifatiuskirche in Bad Nauheim am Sonntag dem 17. November war der Abschluss der Veranstaltungsreihe im Jahre des 110. Geburtstages des Gesangvereins "Frohsinn". Das Konzert wurde mitgestaltet vom Männergesangverein "Eintracht" 1862 Niederselters. Beim Familiennachmittag am 1. Dezember im Gasthaus "Zur Wetterau" erfuhr unser Ehrenchorleiter August Bardo Heinstadt für 70 Jahre aktiven Chorgesang, davon über 50 Jahre auch Chorleiter des GV "Frohsinns", eine ganz besondere Ehrung. Mit ihm wurden noch weitere langjährige Mitglieder geehrt.

1992

Bei der zum Teil sehr anspruchsvollen Chorliteratur mit der der Chor immer wieder neu gefordert wird, ist eine intensive Probenarbeit und Schulung der Sängerinnen und Sänger unerlässlich. Nur so kann der Leistungsstand gehalten und noch gesteigert werden. Dass dieser Anspruch auch von den Aktiven mitgetragen wird zeigt die Tatsache, dass auch 1992 zusätzlich zu den allwöchentlichen Singstunden wieder ein Chorwochenende - wie im vergangenen Jahr in Betzenrod - durchgeführt wurde. Unser Chorleiter Werner Ciba verstand es, die Sänger/innen immer wieder aufs Neue zu motivieren um neue Chorwerke einzuüben. Die Mitgliederversammlung stand in diesem Jahr im Zeichen der neuen Vereinssatzung. Da aus Haftungsgründen der Vorstand des Vereins die Eintragung in das Vereinsregister beim zuständigen Amtsgericht Butzbach beantragt hatte, war eine Änderung, bzw. eine Neufassung der Satzung unbedingt erforderlich. Die Versammlung hat diese neue Satzung einstimmig verabschiedet und genehmigt. Nach fast 30-jähriger Vorstandsarbeit schied Ernst Weil auf eigenem Wunsch aus. Er wurde für seinen langjährigen Einsatz für den Verein zum Ehrenvorstandsmitglied ernannt. Als Dank für seinen unermüdlichen Einsatz brachte der Chor seinem Dirigenten Werner Ciba zu seinem 40. Geburtstag ein Ständchen. Die Chorleitung übernahmen unsere "Vize", die auch in diesem Jahr wieder an einem Vize-Chorleiter-Lehrgang des Hausberg Wettertal Sängerbundes teilnahmen. Die diesjährige Mehrtagesfahrt führte den "Frohsinn" in die Tschechei, in den Böhmerwald und nach Cesky Krumlov (Böhmisch Krumau), die Heimat unseres aktiven Sängers und Vorstandmitgliedes Werner Ulowetz. Ein Höhepunkt der Fahrt war die Mitgestaltung eines Gottesdienstes im Kloster Vyssi Brod (Hohenfurt). Eine erfolgreiche Teilnahme an einem Pokalwettstreit in Annerod und die Mitgestaltung des zweiten Oppershofener Weihnachtsmarktes mit einem Verkaufsstand auf der Bitz waren weitere Aktivitäten des Jahres.

1993

Zwei außergewöhnliche Veranstaltungen standen im Jahr 1993 auf dem Programm. Auf Anregung unseres Vorstandmitgliedes Werner Ulowetz hatte der "Frohsinn" die Blaskapelle "Budvarka" aus Budweis (eine der bekanntesten Blaskapellen aus Böhmen) verpflichtet. Unter dem Motto "Aus Böhmen kommt die Musik" fand am 25. September ein Konzert und Tanzabend statt. Für das leibliche Wohl sorgten die Mitglieder des "Frohsinns". Es wurde als böhmisches Gericht Schweinebraten mit Knödel und Kraut sowie Budweiser Bier vom Fass angeboten. Das Singen im Hessischen Rundfunk in Frankfurt war eine erstmalige Veranstaltung dieser Art für den Gemischten Chor "Frohsinn". Die Aufnahme einer Volksliederproduktion im großen Sendesaal des Hessischen Rundfunks am 9. Oktober war für alle Aktiven ein aufre-gendes und besonderes Erlebnis.

1994

Das seit 1991 alljährlich stattfindende Chorwochenende in Betzenrod sollte auch 1994 die Sänger/innen wieder fit machen. Am 26. und 27. Februar wurde im Vogelsberg wieder fleißig geprobt. Neben der Teilnahme an zwei Chorwettbewerben und drei Liederabenden, einer Vier-Tagesfahrt in die Eng/Karwendelgebirge mit Gestaltung eines Gottesdienstes in Bad Tölz sollte in diesem Jahr wieder ein Konzert stattfinden. Am Sonntag dem 18. Dezember wurde gemeinsam mit den Original Fidelen Dorfmusikanten in der St. Laurentius-Kirche in Oppershofen musiziert. Der Reinerlös dieses vorweihnachtlichen Chor- und Bläserkonzertes wurde der Katholischen Pfarrgemeinde Oppershofen für den Bau des neuen Pfarrheimes "St. Bardo", das am 10. Juni eingeweiht wurde, zur Verfügung gestellt.

1995

Eine in die Vereinsgeschichte eingehende Änderung gab es mit dem Beginn des Jahres 1995. Das neu erbaute Pfarrheim "St. Bardo" der katholischen Pfarrgemeinde St. Laurentius Oppershofen ist seitdem das Probenlokal des gemischten Chores "Frohsinn". Man hatte sich für den Umzug entschlossen, weil die räumlichen Voraussetzungen bedeutend besser waren, als im Saale Hofmann. Die Gastwirtschaft "Zur Wetterau" ist aber weiterhin das Vereinslokal des Gesangvereins "Frohsinn". Da immer wieder der Wunsch an den Verein herangetragen wurde, den "Böhmischen Abend" von 1993 zu wiederholen, entschieden sich die Verantwortlichen und der Chor, eine zweite Auflage "Aus Böhmen kommt die Musik" zu bringen. Für den 9. September hatte man noch einmal die Blaskapelle "Budvarka" aus Budweis verpflichtet. Die gut besuchte Veranstaltung in der ausgeschmückten Wettertalhalle in Rockenberg war wieder ein voller Erfolg.

1996

Im Jahre 1996 wurde erstmalig vom Chor eine Skifreizeit vom 6.-13. Januar organisiert, an der auch Nicht-Mitglieder teilnahmen. Ziel war Mauterndorf im Salzburger Land. Hier kamen alle Teilnehmer, ob Skifahrer oder Wanderer, auf ihre Kosten. Am 3. März feierte unser Pfarrer Eduard Scheld sein 40-jähriges Priesterjubiläum. Das Dankamt verbunden mit einer Feierstunde wurde von unserem Chor mitgestaltet. Eine Tagesfahrt ins Frankenland an die Mainschleife verbunden mit einer Weinprobe war der Vereinsausflug in diesem Jahr. Zu dem Anfang März stattgefundenen Chorwochenende in Betzenrod kam ein Chorprobentag im November vor Ort im Pfarrheim "St. Bardo". Zum Abschluss des Tages sang der Chor noch in einem vom Verein bestellten Dankamt für seine im Jahr 1996 verstorbenen Mitlieder. Ein sängerischer Höhepunkt des Jahres war ein Chor- und Bläserkonzert am 17. November in der St. Bonifatius-Kirche in Bad Nauheim. Gemeinsam mit dem Evangelischen Posaunenchor aus Münzenberg wurde den zahlreich erschienenen Zuhörern geistliche Chor- und Bläsermusik geboten.

1997

Das alljährlich stattfindende Chorwochenende fand im Jahre 1997 erstmalig in Oppershofen im neuen Pfarrheim "St. Bardo" statt. Grund dafür waren die immer weiter steigenden Kosten, die man den Sängerinnen und Sängern nicht mehr zumuten konnte. Die Übungseinheiten gingen von 10 bis 18 Uhr mit einer Mittags- und Kaffeepause und waren auf den Samstag begrenzt. Bei einem Wertungssingen des Hausberg Wettertal Sängerbundes und einem Chorwettbewerb in Nieder-Roden stellte sich der Chor wieder einer fachkundigen Jury. In Zusammenhang mit den hessischen Kulturtagen hatte der Wetteraukreis aus dem Partnerkreis Bruntal in Tschechien einen gemischten Chor aus Vrbno (Würbenthal) zu Gast. Die politische Gemeinde Rockenberg sowie der Wetteraukreis traten an unseren Chor mit der Bitte heran, mit diesem Gastchor ein Konzert im Bürgerhaus in Oppershofen zu organisieren und die Bewirtung zu übernehmen. Das Konzert wurde gestaltet von dem tschechischen Gastchor, dem Gemischten Chor "Frohsinn" und der Kapelle der Freiwilligen Feuerwehr Oppershofen / Rockenberg. Der Reinerlös dieser Veranstaltung in Höhe von 1.300 DM kam den Opfern der Hochwasserkatastrophe im Kreis Bruntal zugute. Nachdem die Aktiven schon in der letzten Chorprobe vor den Sommerferien ihrem Dirigenten Werner Ciba anlässlich seines 45. Geburtstages und seines 20-jährigen Wirkens beim "Frohsinn" in Form eines Sektempfanges gedankt hatten, fand aus gleichem Anlass ein Chorkonzert im Oktober im Bürgerhaus Oppershofen statt. Mit einer Dankadresse würdigte der "Frohsinn" das engagierte Wirken von Werner Ciba in den vergangenen 20 Jahren. Das Jubiläumskonzert wurde mitgestaltet von den Gastchören "Mörler Spatzen", Männergesangverein "Concordia" Rockenberg, Junger Chor des Gesangvereins "Immergrün" Rockenberg, Gemischter Chor "Eintracht" Bingenheim, Gemischter Chor "Liederkranz" Pohl-Göns und Kammerchor "cantus firmus", der ebenfalls unter der Leitung von Werner Ciba steht.

1998

Das Jahr 1998 begann gleich mit einem traurigen Anlass. Am 7. Januar verstarb im Alter von 92 Jahren unser Ehrenchorleiter August Bardo Heinstadt. Der Chor sah es als eine Verpflichtung, das Requiem und die Trauerfeierlichkeiten gesanglich zu umrahmen und ihm die letzte Ehre zu erweisen, hat er doch den Gesangverein "Frohsinn" maßgeblich geprägt. Das Chorwochenende am Samstag dem 2. März wurde - wie im vergangenen Jahr auch - wieder im Pfarrheim "St. Bardo" mit gleichem Ablauf durchgeführt. Eine Vier-Tagesfahrt im Juni führte den "Frohsinn" nach Dresden, in den Spreewald und in das Elbsandsteingebirge. In den Chorferien während der Sommerferien wurde vom Vorstand für die singstundenfreien Donnerstage Aktivitäten ausgearbeitet und angeboten. Auf dem Programm stand eine Wanderung durch die Gemarkung Oppershofen mit einem gemütlichen Abschluss im Gasthaus "Zur Wetterau", eine Planwagenfahrt nach Nieder-Weisel in eine Pizzeria, eine Radtour nach Butzbach mit Besuch einer Eisdiele und ein Grillfest bei Reinhard Weil in der Gartenstrasse. Trotz der Urlaubszeit nahmen viele Sängerinnen und Sänger an diesen Aktivitäten teil. Die dritte Auflage eines böhmischen Abends erfolgte im Oktober. Man hatte wiederum die Blaskapelle "Budvarka" aus Budweis verpflichtet. Es war erneut eine gut besuchte Veranstaltung, die dieses Mal im Bürgerhaus in Oppershofen stattfand.

Um die Vereingeschichte zu vervollständigen, wäre noch zu erwähnen, dass nicht alle Veranstaltungen und Verpflichtungen des Chores in dieser Chronik niedergeschrieben sind. Ständchen bei Geburtstagen, sowie bei Hochzeiten, Silber-, Gold- und Diamanthochzeiten von Mitgliedern wurde gesungen und die Feier musikalisch umrahmt. Für die verstorbenen Mitglieder wurden jährlich Dankämter chorisch mitgestaltet und ihnen bei der Beerdigung die letzte Ehre erwiesen. Bei besonderen Anlässen der katholischen Kirche, wie auch der politischen Gemeinde war der "Frohsinn" immer gerne bereit mitzuwirken. Wie schon in der Chronik zum Teil erwähnt gehörte die regelmäßige Teilnahme an Wertungs- und Kritiksingen, Chorwettbewerben, Liederabenden und Freundschaftssingen zu den Aufgaben des Chores. Viele Veranstaltungen wiederholen sich jährlich wie Singen an den kirchlichen Hochfesten Ostern und Weihnachten, Singen bei der Fronleichnamsprozession, Singen am Ehrenmal am Volkstauertag, alle zwei Jahre die Fremdensitzung des FCC, alle drei Jahre die Ausrichtung der Kirmes gemeinsam mit dem WSV und der jährliche Grillabend für die Aktiven vor den Sommerferien. Diese Veranstaltungen wurden nicht jedes Jahr in der Chronik genannt.

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  • Missa Salisburgensis in Dreieich und Bad Homburg

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Chorprobe

Dienstag von 20:15 bis ca. 22:00 Uhr

im Pfarrheim St. Bardo

Södeler Straße in Oppershofen

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