Chronik

1999

Gegen Ende der 90er Jahre des letzten Jahrhunderts zeichnete es sich immer mehr ab, dass der langjährige Vorsitzende Erwin Hobler sein Amt, welches er seit über 36 Jahren erfolgreich ausübte, in jüngere Hände abgeben wollte um den Weg für einen Generationswechsel in der Vereinsführung und im Vorstand freizumachen. So sprachen in der Generalversammlung im April 1999 die Mitglieder des "Frohsinns" Reinhard Weil ihr Vertrauen aus und wählten ihn zum neuen 1.Vorsitzenden. Gleichzeitig wurde durch die anstehenden Neuwahlen eine Ver-jüngung des Vorstandes vorgenommen, mit welchem man den gestiegenen Herausforderun-gen einer neuen Zeit mit jugendlichem Elan gewappnet entgegentreten wollte. Schon im Mai fand anlässlich eines Jubiläumsfestes in Dutenhofen der erste Chorwettbewerb des Jahres statt. Es wurde der 1. Klassenpreis, der 1. Ehrenpreis und auch der 1. Dirigenten-preis gewonnen. Schon eine Woche später nahm der Chor am Chorwettbewerb zum Jubi-läumsfest des "Immergrün" Rockenberg teil. Mit dem 1. Klassenpreis, dem 1. Preis beim Volksliedpokalsingen, dem 1. Dirigentenpreis und der zweithöchsten Punktzahl aller teilneh-menden Chöre fuhr man ein beachtliches Ergebnis ein. Auch beim Festumzug hatten die Sängerinnen und Sänger mit dem Festwagen und dem Motiv "Mäusesingstunde" für Aufsehen gesorgt. Als Dank für sein überaus großes Engagement für den "Frohsinn" in seiner 36-jährigen Amts-zeit als 1.Vorsitzender, richtete der "Frohsinn" im Oktober 1999 einen herbstlichen Chor-abend zu Ehren von Erwin Hobler aus. Hierbei konnte man zahlreiche Gastchöre begrüßen, die den Abend musikalisch umrahmten. Im Namen des Chores hielt August Heinstadt die Laudatio, Bürgermeister Patrick Bingel dankte ihm im Namen der Gemeinde und würdigte den vorbildlichen Einsatz des langjährigen Vorsitzenden. Als weiteres Zeichen der Anerkennung bekam Erwin Hobler an diesem Abend den Ehrenbrief des Landes Hessen verliehen.

2000

Die Vorbereitung der Jahreshauptversammlung im April 2000 wurde überschattet von der Ankündigung des langjährigen Chorleiters Werner Ciba, dem "Frohsinn" ab der Sommerpause aus beruflichen Gründen nicht mehr zur Verfügung zu stehen. Das war nun ein nicht geringer Schock, sowohl für die Vereinsführung als auch für die Chormitglieder. Nach 23 Jahren überaus erfolgreicher Chorleitertätigkeit schien mit dem Weggang dieses beliebten Dirigenten eine "goldene Zeit" zu Ende zu gehen. Doch auch bei diesem Kapitel in der Vereinsgeschichte blieb dem "Frohsinn" das Glück treu: Es wurde mit Axel Pfeiffer ein engagierter und schon sehr erfolgreicher junger Chorleiter gefunden, der nach der Sommerpause das Amt von Werner Ciba weiterführte. Noch vor der Sommerpause ging der "Frohsinn" im Mai mit dem bisherigen Dirigenten auf ein Weinpreissingen nach Weinolsheim in Rheinhessen. Bei sonnigem aber sehr stürmischem Wetter (man bangte zeitweise um das Zelt) konnte man in der Klasse G2 den Preis von 200 Flaschen edlen Sängertröpfchens ersingen. Ein Ereignis von großer emotionaler Bedeutung war der 15. Juni 2000. An diesem Tag nahmen die Mitglieder des "Frohsinns" Abschied von ihrem langjährigen Chorleiter Werner Ciba. Nach einem kleinen Sektempfang im Pfarrheim St. Bardo, einigen Liedvorträgen unter der Leitung der Vize-Chorleiterinnen und mehreren Redebeiträgen von Vorstands- und Chormitgliedern war auch dem Letzten klar, dass dieser Dirigent sowohl als Mensch als auch als Chorleiter für alle ein Glücksfall gewesen war. Werner Ciba hat in seinem fast ein Vierteljahrhundert währendem Dirigat Akzente und Maßstäbe gesetzt und den Chor maßgeblich geprägt. Traditionell pflegt man beim "Frohsinn" schon seit vielen Jahren als Saisonabschluss vor den Sommerferien einen Grillabend für alle Aktiven und deren Partner zu veranstalten. Neu war in diesem Jahr nur, dass die Veranstaltung erstmals beim Vorsitzenden in Hof und Garten stattfand. Eine Tatsache, die sich im Übrigen bis heute jährlich wiederholt. Zum Abschluss des Jahres unternahm der "Frohsinn" eine Ein-Tages-Fahrt nach Heidelberg. Wieder einmal ein Ausflug, bei dem man in geselliger Runde frohe Stunden erleben durfte.

2001

Mit einer der schönsten Termine des Jahres war die Teilnahme am Polterabend des Chorleiters Axel Pfeiffer und dessen zukünftiger Ehefrau Anica in der Sport- und Kulturhalle Ettingshausen. Vom Hausberg-Wettertal-Sängerbund darum gebeten, fungierte der "Frohsinn" als Gastgeber bei dem im Mai im Bürgerhaus stattfindenden Kritiksingen. Neben der eigenen Teilnahme galt es, die fast 500 Sängerinnen und Sänger zu betreuen und für alle Chöre die nötigen Einsinglokale zur Verfügung zu stellen. Nachdem im Mai im Steinfurther Rosensaal bei einem Freundschaftssingen des MGV Rödgen mitgewirkt wurde, kam im Juni der erste große Auftritt unter dem neuen Chorleiter beim Chorwettbewerb der Concordia Münchholzhausen. Es wurde für den Chor ein schöner Erfolg und für den Chorleiter ein toller Einstand. Die Tatsache, dass zum Sieg nur ein einziger Punkt fehlte, hielt nicht davon ab, schon im Zelt und nach der Heimfahrt im Gasthaus "Zur Wet-terau" kräftig zu feiern. Schon bald hatte der "Frohsinn" den nächsten Auftritt, denn im Juni feierten Anne und Werner Ciba ihre Silberne Hochzeit. Es war eine Selbstverständlichkeit, den Dankgottesdienst mitzugestalten. Ein schönes und wichtiges Ereignis war der am 22. September 2001 stattfindende Festabend anlässlich des 25. Geburtstages des Gemischten Chores. Neben vielen Ehrengästen und Honorationen konnten an diesem Abend als Gastchöre der Frohsinn Ockstadt, der Männergesang-verein Eintracht aus Steinbach, die Young Voices von der Concordia aus Rockenberg und der Gemischte Chor Harmonie Gambach begrüßt werden. In einer sehr gelungenen Art und Weise brachte August Heinstadt in seiner Laudatio die Vereinsgeschichte der letzten Jahrzehnte den Zuhörern dar. Gesellschaftlicher und musikalischer Höhepunkt des Jahres war die Anfang Oktober stattfindende Konzertreise in den tschechischen Partnerkreis Bruntal in Mähren. Etwas ausführlicher wird an anderer Stelle dieser Festschrift über diese Reise berichtet. Erwähnenswert wäre noch die eigenartige Stimmung unter den Fahrtteilnehmern, als man gegen Ende der Reise die ehemalige Heimat einiger Chormitglieder ansteuerte und dort deren Geburts- und Elternhäuser besichtigte. Passend zu diesem melancholischen Anlass sandte der Himmel an jenem Morgen einen derartigen Herbstnebel, dass sich der Eindruck aufdrängte, ein überirdischer Regisseur habe dieses Stimmungsbild eigens erzeugt. Es war ohne Zweifel für alle Mitreisende ein bewegendes Erlebnis.

2002

Die Vorbereitungen der im Jahr 2002 turnusmäßig stattfindenden Fremdensitzung begannen für den Präsidenten mit einem Paukenschlag - sollte er doch fortan diese Traditionsveranstaltung des "Frohsinn-Carneval-Clubs" als Sitzungspräsident leiten und somit in die Fußstapfen des legendären "Bergschusters" treten. Mit der närrischen Unterstützung aller FCC-Aktiven und des nunmehrigen "Fassenacht-Rentners" August Bayer gelang es ihm, diese Aufgabe zur allgemeinen Zufriedenheit zu lösen. Im Juni nahm der "Frohsinn" am Chorwettbewerb anlässlich der Leihgesterner Chortage teil. In der Klasse G2 belegte man auch hier einen zufriedenstellenden 2. Platz. Nach der Sommerpause unternahm der Chor einen Tagesausflug nach Köln. Im Anschluss an eine sehr informativen Stadt- und Domführung kehrte man in das traditionsreiche Gaffel-Brauhaus ein. Der musikalische Höhepunkt des Vereinsjahres war der 24. November 2002, als der "Frohsinn" in der St. Laurentiuskirche in Oppershofen ein Konzert für Geistliche Chor- und Orgelmusik aus Europa veranstaltete. Lange hatte sich der Chor darauf vorbereitet und in neuen Hemden und Fliegen sowie mit neuen Seidenschals präsentierte sich der "Frohsinn" auch erstmals im neuen Outfit. Im vollbesetzten Gotteshaus erklangen neben geistlichen Chorwerken auch beeindruckende Orgelimprovisationen des Mainzer Domorganisten Albert Schönberger - einer der renommiertesten Organisten Deutschlands. Mit stehenden Ovationen bedankte sich das Publikum für ein facettenreiches und bewegendes Konzert.

2003

Nachdem der Chor im März mit sehr gutem Erfolg am Kritiksingen des HWS in Butzbach teilgenommen hatte, nahm man im April an einem Liederabend anlässlich des Sängerjubi-läums der Sängerfreunde von der Harmonie Fauerbach teil. Etwa um die gleiche Zeit hatte man auch im Nachbarort Rockenberg Grund zum Feiern, denn der Gesangverein Concordia Rockenberg bestand nun schon seit stolzen 150 Jahren. Der Chor nahm an dem samstags abends stattfindenden Festzug mit einem eigens konstruierten Motivwagen teil. Bei dem am Festsonntag ausgetragenen Chorwettbewerb gelang dem "Frohsinn" mit dem 1. Klassenpreis und der höchsten Punktzahl aller acht teilnehmenden Gemischten Chöre wieder ein schöner Erfolg. Die wohlverdiente Sommerpause fiel dieses Jahr sehr kurz aus, denn schon im August musste turnusgemäß mit dem WSV Oppershofen die Kirmes ausgerichtet werden. Ein Fest ganz besonderer Art stand im November 2003 bevor. Seit nunmehr 40 Jahren wirkte Pfarrer Eduard Scheld in der Gemeinde Oppershofen. Für unseren Chor war es eine Selbstverständlichkeit, das feierliche Dankamt am 30. 11.2003 musikalisch mitzugestalten. Groß war die Freude, als wir in der Vorbereitung erfuhren, dass es dabei wieder zu einer Zusammenarbeit mit dem Mainzer Domorganisten Herrn Albert Schönberger kommen würde. Die Feier in der vollbesetzten St. Laurentiuskirche fand unter großer Anteilnahme von geistlichen und weltlichen Würdenträgern statt. Mit dem traditionellen Weihnachtsmarkt auf der Bitz und einer wieder einmal bestens besuchten Weihnachtsdisco im Bürgerhaus klang auch dieses für den Frohsinn ereignisreiches Jahr 2003 aus.

2004

Das neue Jahr begann mit der dieses Mal recht früh statt findenden Fremdensitzung im wieder einmal ausverkauften Bürgerhaus. Ein großes Ereignis stand dem "Frohsinn" am 17. April 2004 bevor, hatte man sich doch zu einem Qualifikationssingen für das Hessische Chorfestival beworben. Das Singen fand in Darmstadt-Weiterstadt statt und der Chor brachte neben dem Pflichtstück "Aeterne Rex" noch das in der russischen Originalfassung gesungene "Marienlob" und das lustige Volkslied "Tanz mir nicht mit meiner Jungfer Käthen" zu Gehör. Noch am Nachmittag wurden die Wertungen bekannt gegeben und der Frohsinn hatte es nun schriftlich: Die Jury hatte den Chor in die höchste von 3 möglichen Klassen eingestuft - was bedeutete, dass man sich bei dem im Herbst 2005 stattfindenden Chorfestival mit den besten Chören Hessens messen durfte. Verständlich, dass darüber in den Sängerreihen eitel Freude herrschte. Auch in der heimischen Öffentlichkeit machte der "Frohsinn" von sich reden. Am 23. Juni trat er mit 45 anderen Chören zu einem Chorwettbewerb bei den Freunden vom Liederkranz Pohl-Göns an. Der Chorleiter Axel Pfeiffer hatte es verstanden, die Sängerinnen und Sänger auf den Punkt genau topfit auf die Wertungsbühne zu stellen - der 1. Klassenpreis, der 1. Meisterpreis, der 1. Ehrenpreis und der 1. Dirigentenpreis waren das Ergebnis. Da war natür-lich die Begeisterung groß und alle zogen in einer Polonaise durch das Festzelt. Natürlich wurde dieser große Erfolg noch am selben Abend im Gasthaus "Zur Wetterau" in Oppershofen gebührend gefeiert. Nach der Sommerpause begannen nun die musikalischen Vorbereitungen für die schon lange geplante Konzertreise nach Rom und im Oktober war es dann endlich soweit. Diese wunderbare Fahrt, hinterließ bei allen Teilnehmern unauslöschliche Eindrücke und wird allen noch lange in Erinnerung bleiben.

2005

Nach der Teilnahme am Kritiksingen des Hausberg-Wettertal-Sängerbundes im April mit guter Kritik durch den Wertungsrichter Michael Rinnscheid, folgte im Juni der ebenfalls mit gutem Erfolg besuchte Chorwettbewerb in Bernbach. Anschließend bereitete sich der Chor gewissenhaft auf das Hessische Chorfestival am 8. Oktober in Dautphetal vor und stellte sich dort den besten hessischen Chören zum Sanges-wettstreit. Mit den Stücken "Notre Père" (Duruflé), "Darthulas Grabesgesang" (Brahms), "Ave maris stella" (Herzog) und "Tanz mir nicht mit meiner Jungfer Käthen" (Erdmann) wusste man zu überzeugen und erhielt mit 22,7 Punkten die Auszeichnung "mit hervorragendem Erfolg teilgenommen". Dabei blieb man in der A-Klasse für gemischte Chöre nur 0,1 Punkte hinter den erstplazierten Sangesfreunden aus Nordeck. Für den "Frohsinn" ein toller Erfolg! Ein weiterer Höhepunkt des Jahres folgte Ende Oktober, denn zusammen mit dem Domorganisten Albert Schönberger durfte man ein Amt im Mainzer Dom mitgestalten. Der "Frohsinn" brachte während des Amtes die Stücke "Missa Tertia" von Bardos und das "Marienlob" von Rachmaninov zu Gehör und erhielt von den Besuchern des Amtes spontan Applaus, sowie von Albert Schönberger die Einladung zur Mitgestaltung seiner Feierlichkeiten zum 25-jährigen Dom-Organistenjubiläum. Mit diesem Lob machte der anschließend folgende Ausflug ins Rheingau mit Besichtigung des Klosters Eberbach und einer Rheingauer Riesling-Weinprobe in Hattenheim den Chormitgliedern natürlich noch viel mehr Spaß. Schon eine Woche später folgte der nächste Auftritt, denn im Rahmen des 25-jährigen Beste-hens des Kultur- und Geschichtsvereins Oppershofen wurde eine lateinische Messe in der Klosterkirche in Rockenberg gehalten. Der "Frohsinn" umrahmte musikalisch diese Messe mit dem Stück "Missa Tertia" von Bardos, diesmal begleitet von Kirchenmusikdirektor Wendelin Röckel. Mit dem obligatorischen Weihnachtsmarkt, der Mitgestaltung von Christmette, Hochamt und Vesper an den Weihnachtsfeiertagen und der Weihnachtsdisco endete das Jahr 2005.

News

  • Missa Salisburgensis in Dreieich und Bad Homburg

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Chorprobe

Dienstag von 20:15 bis ca. 22:00 Uhr

im Pfarrheim St. Bardo

Södeler Straße in Oppershofen

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