Chronik

125 Jahre Frohsinn Oppershofen

Schon zu Beginn des Jahres 2006 stand das 125-jährige Jubiläum des Chores im Vordergrund, hatte man am Jahrestag der Vereinsgründung, dem 18. Januar, doch zu einem Fest- und Dankgottesdienst in die St. Laurentiuskirche mit anschließendem Sektempfang im Pfarrheim St. Bardo eingeladen. Näheres zu diesem gelungenen Start in das Jubiläumsjahr kann man an anderer Stelle dieser Festschrift nachlesen.

Neben dem 125-jährigen Jubiläum des Frohsinns konnte in der Gemeinde noch eine weitere Person auf ein beachtliches Jubiläum zurückblicken: Pfarrer Eduard Scheld feierte am 26. Februar sein goldenes Priesterjubiläum! Für den Chor natürlich ein besonders schöner Anlass, dem Schirmherr des Jubiläumsfestes seinen Dank auszusprechen und den feierlichen Gottes-dienst in der St. Laurentiuskirche musikalisch zu umrahmen.

Die große Festwoche

Festwoche

Nicht weniger als 64 Chöre gratulierten beim Freundschaftssingen und Chorwettbewerb

Alle hatten die Luft angehalten, aber Petrus hatte ein Einsehen (vielleicht dank des Schirmherrn?). Ab und zu schien sogar die Sonne, als am Samstagnachmittag die Wettertaler Blasmusik mit den aktiven Chormitgliedern zur Abholung des Festpräsidenten und der Festbraut durch die geschmückten Gassen zog.

Die Bevölkerung nahm mit viel Beifall und Winken vom Straßenrand und aus den Fenstern Anteil. Besonders auf dem Rückweg zum Festzelt bot der Zug mit Festpräsident Reinhard Weil und Festbraut Daniela Heil und den Festdamen in ihren apricotfarbenen langen Festkleidern einen so "sonnigen" und schönen Anblick, dass ein paar Regentropfen einfach ignoriert wurden!

Im riesigen Festzelt neben dem Bürgerhaus fanden ca. 1500 Besucher Platz. Und alle Bänke waren besetzt, als um 19:00 Uhr mit Begrüßungsworten des Festpräsidenten und zwei Liedern des Gastvereins sozusagen der Startschuss zum Freundschaftssingen gegeben wurde.

17 Chöre sangen jeweils zwei Stücke quer durch die Chorliteratur. Es würde den Rahmen dieses Berichts sprengen, alle aufzuzählen. Der Frohsinn hat sich riesig gefreut über diese Geburtstagsständchen zum 125. Statt der sonst üblichen Dankgeschenke an die Chöre hatte man sich entschlossen, den dafür zur Verfügung stehenden Betrag der Kinderkrebsstation in Gießen zu spenden, was mit großem Beifall bedacht wurde.

Zwischen den Vorträgen gab`s Einlagen von den Wettertalern und als weitere Höhepunkte des Abends zwei Tänze der Festdamen, die sich die jungen Herren dazu gleich mitgebracht hatten! Den traditionellen Walzer - hier zu den Klängen von Johann Strauß' Donauwalzer - meisterten sie mit viel Grazie und Anmut. Wiewohl man den jungen Herren beim Walzerschritt doch noch etwas Üben empfehlen würde! Nichts desto trotz war es eine schöne und gelungene Vorführung, für die sich die Zuschauer sofort eine Wiederholung erklatschten!

Die zweite Tanzeinlage war schon auf die kommende Fußball-WM eingestellt: Flankiert von 4 "brasilianischen" Fußballern mit Fahnen und Trillerpfeifen liefen die Mädchen leichtgewandet in grün-weißen Showkostümen ein und tanzten gekonnt und rasant nach lateinamerikanischen Rhythmen - kleine artistische Einlagen inbegriffen! Das Zelt tobte und forderte auch hier sofort eine Wiederholung ein. Es spricht für die Fitness der Jugend, dass sie trotz des atemberaubenden Tempos der Vorführung auch noch ein zweites Mal die Luft dafür hatte!

Großes Lob, Dank und Blumensträuße vom Festpräsidenten für die Akteurinnen und die Trainerinnen Alexandra und Stefanie Henning. - Auch das Publikum hatte dann noch ausgiebig Gelegenheit zum Tanz, was auch bis in die späte Nacht genutzt wurde!

Festwoche

Am Sonntag begann der Chorwettbewerb mit insgesamt 47 Chören; das waren ca. 1500 Sängerinnen und Sänger, also ein paar hundert mehr als Oppershofen Einwohner hat! Es war schon eine logistische Meisterleistung, für Verkehrsregelung, Parkplätze, Einsinglokale, Versorgungsstationen und vieles mehr zu sorgen. Dank des Einsatzes nicht nur der Frohsinnmitglieder selbst, sondern auch aller Ortsvereine war das möglich.

Bei solchen Anlässen zeigt sich eben doch, dass gewachsene Dorfgemeinschaften noch funktionieren, und das sollte auch so bleiben! Der Frohsinn bedankte sich mit einem Dorfabend im Anschluss an den Chorwettbewerb.

Die Chorwettbewerbe (weltlich und sakral) fanden ganztägig im Bürgerhaus sowie vormittags im Saal der Gaststätte Zur Wetterau und nachmittags in der St. Laurentiuskirche statt. Frohsinn-Chorleiter Axel Pfeiffer war es gelungen, als Wertungsrichter vier hochkarätige Musiker zu gewinnen: Linda Horowitz leitet sonst als freischaffende Dirigentin Sinfonie- und Opernkonzerte und arbeitet regelmäßig u.a. mit der Frankfurter Singakademie. Arthur Groß war von 1963 - 1999 Musikdirektor am Musischen Gymnasium Marktoberndorf und hat mit dem dort von ihm gegründeten und geleiteten Carl-Orff-Chor nationale und auch internationale Erfolge verzeichnen können. Werner Ciba, früher an der St. Lioba-Schule in Bad Nauheim tätig und viele Jahre Chorleiter des "Frohsinn" braucht man sicher nicht weiter vorzustellen! Hans Jakulsky schließlich wirkt seit 1979 als Universitäts-Musikdirektor am Musischen Zentrum der Ruhr-Universität Bochum. Er ist auch Vorsitzender des Internationalen Arbeitskreises für Musik.

Herrschte in den Wettbewerbsräumen Ruhe und gespannte Aufmerksamkeit - die Türen wurden nur nach den einzelnen Gruppendurchgängen geöffnet - war im Festzelt den ganzen Tag hindurch Trubel und ausgelassene Stimmung. Wer hier zu finden war, hatte in der Regel seinen Wettbewerbs-Auftritt schon hinter sich und wollte erst einmal die trockenen Kehlen netzen! Und auch hier ertönte immer wieder fröhlicher Gesang; teilweise im Wechsel oder auch schon mal gemeinsam mit der Münchholzhäuser Blaskapelle, die am Sonntag für die Musik im Zelt sorgte. Die allermeisten Chöre blieben, bis am frühen Abend die Wertungen bekannt gegeben wurden. Diese waren oft vor lauter Jubelgeschrei kaum noch zu verstehen!
Nachdem später Urkunden, Geldpreise und Geschenkkisten mit Oppershofener Obstler verteilt waren, wurde es trotz großen Trubels und vorgerückter Stunde (der Dorfabend wartete!) noch einmal feierlich, als Festpräsident Reinhard Weil, Bürgermeister Manfred Wetz und Schirmherr Pfarrer Eduard Scheld an die drei Klassensieger die Pokale verteilten. Sie gingen in der Klasse C an den Gesangverein Immergrün Rockenberg (Leitung Monika Böckling), in der Klasse B an den Männergesangverein Eintracht 1874 Hüttenberg (Leitung Werner Jung) und in der Klasse A an den Männerchor 1891 Somborn (Leitung Martin Trageser).

von Margrit Schlagwein

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Chorprobe

Dienstag von 20:15 bis ca. 22:00 Uhr

im Pfarrheim St. Bardo

Södeler Straße in Oppershofen

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